Dabei fing der Tag doch ganz normal an….

Archivbeitrag von: Donnerstag, 23. Dezember 2010 – 18:46 Uhr

Edinburgh Castle im Winter, Scotland

Edinburgh Castle im Winter 2010

Heute haben wir uns noch einmal vor Weihnachten in Edinburgh getroffen. Sogar die Zugverbindung für die Strecke von Stirling nach Edinburgh verlief ohne großen Zwischenfälle. Auch unser Treffen fand nahezu „in-time“ statt. Also alles nichts ungewöhnliches. Aber dann wollte ich wieder zurück nach Stirling…

Angekommen an der Waverly Station, im Stadtkern von Edinburgh, sah ich auf die Anzeigetafel und freute mich, dass ich sogar den nächsten Zug in Richtung Dunblane nehmen konnte, der auch innerhalb der nächsten 3 Minuten abfahren sollte. Super, eine Heimfahrt ohne Hindernisse.
Aber dann….

Die erste Durchsage des Zugpersonals war schon eine Entschuldigung: Das Heizungssystem des Zuges ist defekt… Also war der Gedanke, den eine Minute zuvor noch hatte berechtigt: „Kommt es nur mir so vor, dass es innen kälter ist als draußen?“ und wir hatten heute -10°C außen.

Die zweite Durchsage war die Route mit allen ihren Haltestellen und eine erneute Entschuldigung über die Verspätung und das defekte Heizungssystem.

Die dritte Durchsage, 3 Minuten vor Abfahrt, stellte eine neue Herausforderung dar, der Zug wurde auf Gleis 16 verlegt. Also alle raus, von Gleis 12 zu 16 hetzten… ich muß dazu erwähnen der Zug hatte 6 Wagons und alle waren sie voll besetzt… Am Gleis 16 angekommen, und alle wieder rein.

Dann kam was kommen mußte, die nächste Durchsage. Für Dunblane ist nur der vordere Teil des Zuges vorgesehen…
Juhuuu, also wieder alle raus und die Fahrgäste aus 6 vollen Wagons mußten sich jetzt ihren Platz in gerade mal 2 Wagons suchen. Das stellte logistisch eine echte Herausforderung dar.

Auch an den weiteren Stationen wollten mehr Leute einsteigen als aussteigen. Was die Sache nicht wirklich angenehmer machte.

Wer die Züge der ScotRail kennt, wird sich sicher daran erinnern, dass sich an manchen Türen kleine, verschließbare Abstellmöglichkeiten für Gepäckstücke befinden. Diese wurden als Babywickelraum, natürlich auf den Koffern anderer Fahrgäste und als Kinderwagengarage benutzt. Zu dumm nur, dass der geparkte Kinderwagen hinten breiter wurde und gerade zur hälfte in diese Abteilung hinein passte. Der Rest stand natürlich genau vor der Ausgangstür. So, dass auch keiner mehr rein oder raus kam.

Die Fahrt wurde von Bahnhof zu Bahnhof immer interessanter, da weiterhin Menschen rein, aber niemenden raus lassen wollten. Man könnte ja vergessen werden. Somit waren dann noch einige Passagiere mehr an Bord als eigentlich nötig. Ob und wann diese ausgestiegen sind… keine Ahnung!

Aber dennoch, das Fazit:
Durch die Herdenbildung auf den Zwischenteilen der Wagons war die kälte doch auszuhalten, denn jeder hatte ja eine gewisse Eigentemperatur. Umfallen war auch nicht möglich, denn die Grundfläche von weniger als 20qcm versprach geniale Stabilität. Nur das Ding mit dem Geruch vom Windeln wechseln… da bin ich doch etwas nachtragend… doch außer mir noch viele andere…

In diesem Sinne… frohe Weihnachten!

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